Tränensäcke - Die ultimative Behandlung

Lachende Frau ohne Tränensäcke nach OP.
Dr. Martin Kürten - Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Ein Blick sagt mehr als 1000 Worte – wenn dieser aber von Tränensäcken dominiert wird, kann der berühmte eine Blick müde, traurig oder sogar krank aussehen. Unterhalb der Augen, zwischen unterem Augenlidrand und der Wange, befinden sich bei manchen Menschen dunkle Schatten – allgemein und im Volksmund werden sie auch als „Tränensäcke“ bezeichnet. Manchmal gehen sie wieder weg, manchmal bleiben sie für immer. Wir erklären Ihnen, was Sie gegen den müden Blick unternehmen können und welche Methoden wirklich helfen

Definition und Ursache der geschwollenen Tränensäcke

Um die Behandlungsmethoden zu erklären macht es Sinn, zunächst einmal nach der Ursache für die Tränensäcke zu fragen. Denn diese sind ausschlaggebend dafür, ob die Tränensäcke nur vorübergehend, also für kurze Zeit, oder langfristig auftreten.  Im Folgenden erklären wir Ihnen zunächst, was man unter Tränensäcken versteht und welche Ursachen dafür in Frage kommen.

Was sind Tränensäcke?

Eines vorweg: Tränensäcke haben ihren Namen nicht deshalb, weil sie etwa durch Tränen oder tränende Augen hervorgerufen werden.

Viel mehr liegt die Ursache für dunkle Augenringe in einem Erschlaffen der dünnen Haut unterhalb des unteren Lidrands. Wenn dann noch eine Flüssigkeitsansammlung hinzukommt, erscheint dieser Bereich als ein kleiner „Sack“. Der Teil des Auges, an dem dieser entsteht, wird anatomisch gesehen zum Tränenapparat gezählt. Daher rührt der Name „Tränensäck“. 

Von Tränensäcken sind Männer als auch Frauen betroffen. Mit zunehmendem Alter können sich die Tränensäcke auch vergrößern. Gefährlich könnten sie nur werden, wenn sie ein Symptom einer anderen Erkrankung sind. Somit gelten Tränensäcke in der Medizin oft als Warnsignal für harmlosere Unbefindlichkeiten wie Schlafmangel oder sogar Krankheiten.

Die Ursachen für Tränensäcke

Die Ursachen für die Entstehung von Tränensäcken sind vielseitig. Meist sind die Ursachen harmlos und die Tränensäcke treten nur vorübergehend auf und verschwinden nach wenigen Stunden oder Tagen wieder. Tränensäcke können entstehen durch:

  • zu wenig Schlaf
  • Stress
  • Krankheiten wie Grippe oder grippale Infekte
  • erhöhten Konsum von Alkohol, Zigaretten oder Drogen
  • ungesunde und einseitige Ernährung
  • zu viel UV-Strahlung
  • starken Flüssigkeitsmangel.

Alter und Veranlagung spielen zudem eine Rolle. Das heißt, dass bereits jüngere Menschen zu Tränensäcken neigen können und man sich im Alter auf Tränensäcke einstellen sollte. Sind die eigenen Eltern von Tränensäcken betroffen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man sie auch selbst früher oder später andauernd vorfindet.

Gründe für andauernde Tränensäcke können sein:

  • ein schlaffes, gealtertes Bindegewebe
  • die Veranlagung 

Neben diesen „harmlosen Ursachen“ können Tränensäcke auch als Symptom von ernsthaften Krankheiten auftreten. So sind die dunklen Säckchen mögliche Begleiterscheinungen von:

  • Eisenmangel
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Nieren-, Leber- und/oder Herzschwäche
  • Krebserkrankungen
  • Entzündungen im Körper
Lachende Frau nach Schönheitschirurgie.

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In der Fort Malakoff Klinik sind Sie in besten Händen: Wir bieten eine professionelle Beratung durch unser erfahrenes Ärzteteam sowie eine individuell auf Sie zugeschnittene Behandlung.

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Behandlung: Was tun gegen Tränensäcke?

Zunächst einmal sollten Sie bei längerem und wiederholtem Auftreten von Tränensäcken einen Augenarzt kontaktieren. Denn: 

Wie bereits erwähnt, kann die Wasseransammlung unterhalb der Augen ein Symptom für eine andere Erkrankung sein. Wenn Sie beispielsweise Entzündungen innerhalb des Auges haben, die auf Grund von Kosmetik oder Kontaktlinsen hervorgerufen wurden, kann diese vom Augenarzt diagnostiziert und behandelt werden.

Wenn medizinische Ursachen ausgeschlossen sind oder die Augenringe nur kurzfristig auftraten und wieder zurückgegangen sind, können Sie ebenfalls einiges tun. Wir erklären Ihnen, wie Sie dafür sorgen können, dass die Tränensäcke künftig nicht mehr oder nicht in diesem sichtbaren Ausmaß erscheinen. Wenn die Tränensäcke genetisch veranlagt sind oder im Alter auftreten, besteht die Möglichkeit einer dauerhaften Entfernung durch eine operative Maßnahme.

1. Hausmittel: Tränensäcke mit Quark und Creme behandeln

Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und holen Sie Schlaf nach. Das Reduzieren von Stress beugt Augenringen ebenso vor. Sie sollten sich Zeit für sich selbst nehmen und zur Ruhe kommen. Tränensäcke bilden sich bei vielen Menschen als ein Warnsignal des Körpers. Als Hausmittel werden oft Kühlpads oder Quark-Pads für die Augen empfohlen.

Die die Haut unterhalb der Augen sehr fein ist, kann sich diese besonders schnell mit Wasser ansammeln. Diese Ödembildung im Gewebe kann behandelt werden. Ein Physiotherapeut kann beispielsweise mit Hilfe einer Lymphdrainage die Wasseranlagerung erst einmal beseitigen. Auch kaliumreiche Lebensmittel wirken entwässernd. Trockenfrüchte, Avocado​​​​​​​ oder Bananen wären Beispiele für entwässernde Nahrungsmittel.

Eine regelmäßige Pflege mit flüssigkeitsspendenden Cremes kann der zarten Haut unterhalb des Auges guttun. Sie sollten aber darauf achten, dass qualitative Cremes verwendet werden und diese nicht ins Auge gelangen – sonst können wiederum Entzündungen entstehen und die nächsten Tränensäcke entstehen.

2. Behandlung mit Fillern (Hyaluronsäure)

Diese konservative Methode ist für viele Patienten und Patientinnen eine Alternative zu einer operativen Therapie. Der große Vorteil: Es ist mit keinen Ausfallzeiten zu rechnen, allerdings ist die Behandlung nicht dauerhaft.

Dr. Huber Huber-Vorländer
In der Fort Malakoff Klinik führen wir seit Jahren eine Behandlung mit Filler erfolgreich durch. Die Tränenrinne wird dabei mit Hyaluronsäure aufgefüllt.
Dr. Huber-Vorländer
Leitender Arzt ästhetische Medizin

3. OP gegen Tränensäcke

Mit zunehmendem Alter, wenn das Bindegewebe immer schwächer wird, können Tränensäcke manchmal gar nicht mehr vermieden werden. Dann haben Sie die Möglichkeit, Tränensäcke mit Hilfe eines operativen Eingriffs dauerhaft entfernen zu lassen.

Bei der OP gegen Tränensäcke wird unterhalb Lids oder direkt im Lid ein kleiner Schnitt gemacht. Der dort befindliche Muskel sowie das Fettgewebe werden neu positioniert bzw. gestrafft, sodass ein ästhetisches Ergebnis sichtbar wird.

Für den Schnitt wird ein Laser verwendet, so dass nur eine leichte Schwellung und feine und dünne Narbe entsteht. Diese kann man selbst aus unmittelbarer Nähe schwer erkennen. Ein frisches und jüngeres Aussehen ist die Folge.

Bei einer OP gegen Tränensäcke ist mit einer Ausfallszeit von ca. zwei Wochen zu rechnen. Sie kann mittels lokaler Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt werden. Auf unserer Webseite erfahren Sie mehr über die operativen Möglichkeiten in der Fort Malakoff Klinik.

4. Tränensäcke lasern?

Immer wieder kommt die Frage auf, ob Tränensäcke nicht einfach weggelasert werden können. Die Lasertechnik verkürzt die Ausfallzeit enorm, da keine Schwellungen oder Hämatome entstehen und der Arbeitsalltag sofort wieder aufgenommen werden kann. Eine Laserbehandlung ist allerdings nur bei zu lockerer Haut mit Faltenbildung sinnvoll. Durch den Laser wird die Haut erhitzt, so dass es zu einer Schrumpfung der Haut kommt. Die Folge: Erneute Spannung des betroffenen Areals.

Bei der Verwendung eines Lasers im Bereich der Augen ist stets große Vorsicht geboten, deshalb sollte dieser Eingriff ausschließlich von einer Fachklinik durchgeführt werden. In der Fort Malakoff Klinik wird beispielsweise ein augensicherer Kohlendioxidlaser (gepulster CO2-Laser) oder der spezielle Festkörperlaser (Erbiumlaser) verwendet. 

Kosten für das Entfernen der Tränensäcke

Natürlich hängen die Kosten immer von der gewählten Methode ab. Hausmittel stellen die günstigste Methode dar, allerdings helfen diese nicht bei chronischen Tränensäcken. Auch ein Therapieerfolg gegen Wasseransammlungen ist nicht von Dauer. Bei einer OP gegen Tränensäcke in einer professionellen und seriösen Schönheitsklinik müssen Sie mit mindestens 2.000 Euro rechnen. Bei aufwändigeren Operationen, dem Midfacelift beispielsweise, können die Kosten auch über 5.000 Euro liegen. Der Preisbereich des Lasereingriffs liegt hingegen unter 1.000 Euro.

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