Brustvergroesserung Methoden

Frau nach einer Brustvergrößerung
Dr. Martin Kürten - Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Die Brustvergrößerung ist die mit Abstand häufigste Schönheitsoperation in Deutschland. Ob die Operation aber auch wirklich ein voller Erfolg wird, hängt nicht allein vom Können des Chirurgen ab. ​​​​​

Brustvergrößerung – Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten

1. Silikonimplantate

Silikonimplantate der Firmen Polytech health & aesthetics, Motiva oder Mentor® sind nach wie vor für uns aufgrund ihrer Natürlichkeit im Aussehen und vor allem bei Berührung die Nr. 1 bei den Brustimplantaten​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​. Heute gibt es nicht mehr das "eine Implantat", sondern viele verschiedene Größen und Formen. Gefüllt sind sie mit einem weichen, elastischen Silikongel. Die genauen Eigenschaften – wie etwa die Viskosität des Gels - können variieren, da es inzwischen verschiedengeartete Gelfüllungen gibt.
In der Regel werden aber sogenannte formstabile Implantate verwendet.

Die modernen Gele dieser Implantate haben gleich mehrere Vorteile:
1. es besteht eine Formstabilität der Implantate
2. anatomische Implantate sorgen für eine besonders natürliche Form
3. runde Implantate betonen das Dekollete´
4. die Brust fühlt sich auch mit Implantaten sehr natürlich an, insbesondere wenn dies unter den Brustmuskel gelegt werden
5. geringere Komplikationsrate

Wie alle modernen Gelimplantate der neueren Generation können diese durch das hochvernetzte, geleeartige Silikon nicht auslaufen. Da diese Implantate vorbefüllt sind, muss allerdings der Schnitt für das Einführen etwas größer ausfallen als bei anderen Optionen (wenige Millimeter).

2. Kochsalzimplantate

Wie der Name schon sagt, sind diese Implantate mit einer sterilen Kochsalzlösung befüllt.
Im Gegensatz zu den Silikonimplantaten​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​, sind sie nicht immer vorbefüllt.
Es gibt hier auch die Möglichkeit, auf Modelle zurückzugreifen, die erst während der OP befüllt werden. So lassen sich an der Größe noch gut Feinjustierungen vornehmen und der Einschnitt für die Operation kann kleiner ausfallen.
Ein Problem dieser Implantate ist die sehr flüssige Konsistenz der Füllung. Das schränkt ihre Optionen für Form und Größe ein. Auch das Gefühl bei der Berührung ist bei klassischen Kochsalzimplantaten nicht ganz so natürlich wie bei Silikon.
Diesen Problemen versucht man inzwischen mit neuartigen, strukturierten Implantaten zu begegnen. Diese Modelle haben eine solche interne Struktur, dass sie sich nach dem Befüllen fast so verhalten wie Silikonimplantate.
Kochsalz als Füllung wurde vor allem nach diversen Skandalen trotz seiner Nachteile vor allem in den USA populärer. Die physiologische Lösung stellt für den Körper keinerlei Gesundheitsgefahr da, sollte ein Implantat doch einmal – etwa durch einen Unfall – beschädigt werden und auslaufen. Sie wird dann einfach vom Körper aufgenommen und über die Nieren wieder ausgeschieden.

3. Brustvergrößerung durch Eigenfett

Lästiges Fett wegbekommen und eine größere Brust in einem?
Mit der Brustvergrößerung durch Eigenfett​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​ kann das funktionieren. Bei dieser Methode wird Fett durch eine Fettabsaugung ​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​entnommen, aufgearbeitet und dann in die Brust injiziert. Entnommen wird es an Stellen mit größeren Fettdepots, also beispielsweise am Bauch, an den Oberschenkeln oder an den Hüften. So schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.
Die Möglichkeiten der Eigenfettvergrößerung​​​​​​​ sind jedoch begrenzt. Sie eignet sich nur für einen moderaten Volumenzuwachs von etwa einer Körbchengröße in einer OP. Durch nachfolgende Operationen kann die Brust natürlich über zwei oder drei Körbchen vergrößert werden.

Welche Gründe sprechen nun für eine Brustvergrößerung mit Eigenfett?
1. eine Kapselbildung um die Implantate oder eine Implantatdislokation ist ausgeschlossen
2. die Brüste sehen sehr natürlich aus und fühlen sich sehr natürlich an, da körpereigenes Gewebe verwemdet wird
3. es gibt keine Narbe, da das Fett über kleinste Einstich eingebracht wird
4. überschüssiges Fett in anderen Bereichen wird entfernt, es kann gleichzeitig eine Körperformung erfolgen

Transplantierte Fettzellen müssen allerdings Anschluss an ein Blutgefäß finden, um langfristig zu überleben. Alle anderen Zellen werden vom Körper abgebaut und abtransportiert.
Das endgültige Ergebnis steht bei dieser Methode der Brustvergrößerung​​​​​​​​​​​​​​ also erst nach zwei bis drei Monaten fest.
Ein weiteres Problem: Ihr Körper muss für diese Operationsmethode über genügen Fettzellen verfügen. Vor allem bei sehr schlanken Frauen kann die Voruntersuchung daher ergeben, dass die Methode nicht für sie geeignet ist, da sie zu kleine Fettdepots haben.
Dann besteht nur die Möglichkeit der Brustvergrößerung mit Implantaten.

Sie möchten mehr über die optimale Brustvergrößerungsoption​​​​​​​​​​​​​​ für Sie erfahren? Dann sprechen Sie unser Team einfach an.
Wir beraten Sie gern!

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