Die 9 weiblichen Brustformen

Frau bedeckt mit linkem Arm ihre Brust
Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie Frau Dr. Philine Howe

Jede Brust ist so einzigartig wie die jeweilige Frau. Deshalb sprechen wir lediglich von verschiedenen Grundformen: rund, tropfenförmig, seitlich rund, Ost-West, glockenförmig, schlank, länglich, athletisch und asymmetrisch. Im folgenden Ratgeber gehen wir auf die verschiedenen Brustformen ein und informieren Sie zu genetischen sowie beeinflussbaren Faktoren, die die Form und Beschaffenheit der weiblichen Brust bestimmen.

Brustformen: das Wichtigste auf einen Blick

  • Brustformen: Man spricht von 9 (gelegentlich auch von 7) verschiedenen Brustformen.
  • Beeinflusst durch: Die Genetik der Frau ist für die Brustform und -festigkeit verantwortlich, jedoch spielen auch die Hormone sowie der jeweilige Körperfettanteil und Krankheiten eine Rolle.​​​​​​​
  • Veränderbar: Um die Brustform zu verändern, muss eine Operation durchgeführt werden. Ein Gewichtsverlust bzw. eine -zunahme beeinflusst allerdings oft die Größe, wodurch sich auch die Form verändern kann.

Wie entstehen die Brustformen?

Die Form der Brust einer Frau (lat. Mamma oder Mamma feminina) ist grundsätzlich genetisch bedingt. Die weibliche Brust besteht aus der zentralen Brustdrüse (hinter den Brustwarzen) sowie aus Binde- und Fettgewebe. 

Binde- und Fettgewebe sind es, die die Form – also das Aussehen – sowie die Festigkeit der Brüste bestimmen. Der Anteil und die Beschaffenheit von beidem kann ohne einen operativen Eingriff kaum beeinflusst werden, da die Menge an Gewebe sowie dessen Beschaffenheit von genetischen Faktoren abhängen. 

Auf die Aspekte Genetik, Gewichtsverlust, Hormone und Alterung gehen wir weiter unten im Artikel​​​​​​​ ein.

Im Folgenden sehen Sie eine grafische Darstellung der weiblichen Brust.

9 Brustformen: Arten von Brüsten im Vergleich

Wie bereits erwähnt – die Brüste von Frauen sind einzigartig. Meist ist es sogar so, dass keine Brust der anderen gleicht – auch nicht an ein und derselben Frau. Kleine Asymmetrien sind absolut normal. Wir sprechen aber von 9 (manchmal auch von 7) Grundformen der weiblichen Brust:

  1. runde Brüste
  2. tropfenförmige Brüste
  3. seitlich runde Brüste
  4. Ost-West-Brüste
  5. glockenförmige Brüste
  6. schlanke Brüste
  7. längliche Brüste (hängende Brüste)
  8. athletische Brüste
  9. asymmetrische Brüste

Die anschließende Grafik gibt Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Brustformen.

Im Folgenden gehen wir gesondert auf diese Arten von Brüsten ein. Gerade die runde und die tropfenförmige Brust entsprechen einem gängigen Schönheitsideal. Was schöne Brüste​​​​​​​ ausmacht, sollte aber jede Frau für sich selbst entscheiden – Schönheit ist subjektiv und es gibt nicht die eine Form, die die Brust schön macht. Viel relevanter ist, dass Sie sich wohlfühlen und Ihre Brüste und Ihr Körper gemeinsam ein stimmiges Gesamtbild ergeben.

1. Runde Brustform

Runde Brüste sind gleichmäßig voll von oben bis unten, also oberhalb und unterhalb der Brustwarzen. Die Brustwarzen zeigen nach vorn. Diese Form entspricht der Wunschvorstellung vieler Frauen. Sie entscheiden sich im Zuge der Brust-OP​​​​​​​ für eine runde Form bzw. runde Implantate, da diese das Dekolleté besonders voll und groß wirken lassen.

Ein Vorteil dieser Brustform ist es, dass runden Brüsten viele BHs passen, da meist lediglich eine Stütze gewünscht wird und keinerlei Formung. Auch auf einen BH mit Bügel kann häufig verzichtet werden.

2. Tropfenförmige Brüste

Die tropfenförmige Brustform entspricht ebenfalls einem Schönheitsideal. Die Brüste sind symmetrisch geformt und an der Unterseite etwas voller und breiter, denn dort ist mehr Gewebe vorhanden. Die mittige Brustwarze zeigt nach vorn.

Diese Brustform wünschen sich ebenfalls viele Frauen – Brustvergrößerungen mit Implantaten​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​ in Tropfenform (häufig auch als anatomische Implantate bezeichnet) führen wir an der Fort Malakoff Klinik häufig durch. Die Ergebnisse sehen besonders natürlich aus.

3. Seitlich runde Brustform

Bei dieser Form sind die Brüste an den Seiten ausgeprägter und voluminöser, die Brustwarze zeigt nach vorn. In der Regel ergibt sich dadurch ein größerer Abstand zwischen den beiden Brüsten. 

Sollten Sie sich an dieser Brustform stören, kann eine Brust-OP mit Implantat den Abstand zwischen den Brüsten verkleinern.

4. Ost-West-Brüste

Bei diesem Brust-Typ zeigen die Brüste mehr oder weniger stark nach außen, also nach Osten und nach Westen. Die Brustwarzen sind ebenfalls nach außen gerichtet und der Abstand zwischen den Brüsten ist tendenziell größer, der Busen dazwischen eher abgeflacht.

Frauen mit dieser Brustform greifen oftmals zu BHs mit gepolsterten, verstärkten Seiten.

Sind Brüste und Busen nicht das gleiche?

Nein, die (umgangssprachliche) Bezeichnung der weiblichen Brüste als Busen ist eigentlich nicht korrekt. Der Busen bezieht sich auf die Vertiefung zwischen den beiden Brüsten – Frauen haben also nur einen Busen zwischen zwei Brüsten.

5. Glockenförmige Brustform

Diese Brüste sind schmäler am Ansatz und voller an der Unterseite bzw. unterhalb der Brustwarze. Häufig sind glockenförmige Brüste eher groß und schwer. Frauen mit dieser Brustform tendieren zu BHs mit breiten, belastbaren Trägern und einem breiten Band. 

Sind die Brüste im Vergleich zu der Statur der Frau überproportional groß, so kann es sich um eine Brustfehlbildung handeln – man spricht von einer sogenannten Makromastie. 

Große Brüste sind ebenfalls genetisch bedingt und es gibt keine pauschale Antwort auf die Frage, ab wann Brüste zu groß​​​​​​​ sind – Mediziner sprechen bei 600 g Gewicht pro Brust von der Makromastie.

6. Schlanke Brüste

Wenn man von schlanken Brüsten spricht, meint man kleinere Brüste, die an ihrer Oberseite breiter sind als an der unteren Rundung und die zudem etwas länger als breit sind. Die Brustwarzen sitzen tendenziell tiefer – knapp unterhalb der Unterbrustfalte.

Schlanke Brüste sind meist klein, deshalb tragen viele Frauen in diesem Fall einen etwas gepolsterten BH.

7. Entspannte Brustform

Entspannte Brüste sind in ihrer Form eher länglich oder zumindest länger als breit. Auch sind sie über der Brustwarze gleich breit wie unter der Brustwarze, man spricht deshalb auch von einer länglichen Brustform. 

Frauen mit entspannten, länglichen Brüsten haben mehr Brustgewebe als Volumen und die Brustwarzen sitzen etwas tiefer. In stärkerer Ausprägung spricht man auch von einem Hängebusen​​​​​​​. Der Unterschied zu den schlanken Brüsten ist die Größe – entspannte bzw. hängende Brüste sind in der Regel größer.

8. Athletische Brustform

Athletische Frauen mit einem trainierten, ausgeprägten Brustmuskel haben öfter auch weniger Brust- und Fettgewebe. Somit sind die Brüste in Sachen Volumen kleiner, flacher und unter Umständen breiter, aber auch fester. Zudem befindet sich zwischen den Brüsten meist ein breiterer Abstand.

Hängende Brust anheben?

Mit gezieltem Brustmuskeltraining können Sie die Entstehung von Hängebrüsten hinauszögern und sogar ein wenig (!) korrigieren. Jedoch kann so weder erschlafftes Gewebe noch Hautüberschuss wegtrainiert werden, auch kann das Brustgewebe nicht mit Muskeln aufgefüllt werden. Maßgebliche Unterschiede darf man ohne Eingriff also nicht erwarten.

9. Asymmetrische Brüste

In der Regel sind die beiden Brüste einer Frau nie genau gleich groß – kleine Asymmetrien entsprechen der Norm. Von asymmetrischen Brüsten spricht man, wenn die Unterschiede ausgeprägter sind. Die Ungleichheit kann auch die Brustwarzen betreffen sowie den Brustwarzenvorhof, der bei der kleineren Brust ebenfalls weniger Umfang hat.

Ein Angleichen der Brüste kann mit Methoden der plastischen Chirurgie erfolgen. Durch eine Brustvergrößerung mit unterschiedlich voluminösen Silikonimplantaten erhalten Sie eine symmetrische Brust.

Lassen sich Brüste formen?

Ja, die weibliche Brust kann geformt werden – ohne OP jedoch nur marginal. Entscheiden sich Frauen für eine OP, dann handelt es sich meistens um eine Brustvergrößerung mit Implantaten oder Eigenfett, eine Brustverkleinerung​​​​​​​ – etwa bei der Makromastie – oder eine Bruststraffung, wenn es den Brüsten an Spannkraft und Festigkeit fehlt.

Auffüllen

Bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett​​​​​​​ wird vom Po oder Bauch entnommenes Fett aufbereitet und injiziert – es ist also weder ein Schnitt noch ein Fremdkörper im Spiel. Bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett kann die Brust auf natürliche Art und Weise gefüllt werden, was bei kleinen, athletischen sowie schlanken oder leicht hängenden Brüsten zur gewünschten Brustform beitragen kann.

Straffen

Im Zuge der Bruststraffung​​​​​​​ werden die Brüste angehoben und neu geformt, indem überschüssiges Gewebe entfernt und die Brust evtl. mit Implantaten aufgefüllt wird. Die Bruststraffung kann also mit einer Vergrößerung kombiniert werden – das ist aber kein Muss.

Auch ist es möglich, die Brustwarzenvorhöfe sowie die Brustwarze zu versetzen bzw. anzupassen, damit die gewünschte Brustform entsteht.

Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie Frau Dr. Philine Howe
Jede Frau ist einzigartig, und das gilt auch für ihre Brustform. Die verschiedenen Brustformen sind ein Beweis für die individuelle Schönheit jeder Frau. Bei Unzufriedenheit mit der eigenen Brustform, etwa aufgrund von erschlafftem Gewebe durch hormonelle Schwankungen oder starke Gewichtsverluste, gibt es verschiedene chirurgische und nicht chirurgische Möglichkeiten zur Brustformung. Dank moderner medizinischer Verfahren können Frauen heute also ihre Wunschform erhalten.
Dr. Philine Howe
Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Faktoren, die die Brustform bestimmen

Die Gründe für fehlende Festigkeit bzw. eine hängende Brust können vielfältig sein. Folgende Faktoren beeinflussen das Gewebe und somit die Form der Brust maßgeblich.

Genetik

Die Form der Brust wird grundsätzlich von der Genetik der Frau bestimmt. Das heißt, dass ein schwaches Bindegewebe sowie die ungleiche Verteilung von Fettgewebe und der natürliche Alterungsprozess im Grunde vorprogrammiert sind.

Gewichtsverlust

Natürlich trägt ein Gewichtsverlust dazu bei, dass eine große Brust kleiner wird bzw. an Volumen verliert – schließlich hat der gesamte Körper an Fettgewebe verloren. Die Haut bildet sich aber nicht zusammen mit dem Gewebe zurück. 

Mit einer Bruststraffung kann das überschüssige Gewebe entfernt und dadurch gänzlich ohne Fremdkörper eine neue Brustform geschaffen werden.

Hormone

Hormonelle Schwankungen wie bei der Menstruation, einer Schwangerschaft oder den Wechseljahren beeinflussen das Gewebe der Brust. Während der Menopause etwa sinkt der Östrogenspiegel und die Drüsenläppchen sowie Milchgänge bilden sich zurück. Das lässt die Brust kleiner und schlaffer werden. Dieser Prozess ist ganz natürlich und lässt sich auch kaum beeinflussen.

Monatliche Schwankungen

Die Brüste verändern sich auch über den Monatszyklus hinweg. Wassereinlagerungen vor der Periode lassen die Brust anschwellen – nach der Blutung sind die Brüste im Vergleich wieder weniger fest und evtl. auch kleiner.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wie im vorigen Abschnitt erwähnt – eine Schwangerschaft nimmt großen Einfluss auf Form und Festigkeit der Brüste einer Frau. Während der Schwangerschaft werden die Brüste aufgrund von Hormonen und der Gewichtszunahme größer

Auch in diesem Fall sind es wieder die Gene, die bestimmen, ob die Brust nach der Schwangerschaft erschlafft oder nicht. Das Abstillen führt aber dazu, dass sich das Drüsengewebe zurückbildet und die Brust kleiner und weicher wird – unter Umständen auch schlaffer.

Weibliche Brustformen: rund, athletisch, asymmetrisch & immer einzigartig

Die Vielfalt der Brustformen spiegelt die einzigartige Natur von Frauen wider. Ebenfalls vielfältig sind die Faktoren, die die Form von Brüsten beeinflussen. Ein gutes Verständnis der eigenen Brustform sowie der Gründe dafür fördert nicht nur ein positives Körpergefühl, sondern auch die Selbstakzeptanz.

Sollten Sie sich näher zum Thema Brustformung informieren wollen, so sind wir Montag bis Freitag von 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr telefonisch für Sie da. Gerne rufen wir Sie zurück. Wenn Sie lieber schriftlich in Kontakt treten wollen, dann nutzen Sie die Online-Terminvergabe oder unser Kontaktformular​​​​​​​.

FAQ

  • Was gilt als schöne Brust?

    Schönheit ist subjektiv und kulturell verschieden. Häufig wird eine Brust als ästhetisch angesehen, wenn sie Symmetrie aufweist und proportional zum Körper der Frau steht. Meist wünschen sich Frauen eine runde oder tropfenförmige Brustform. Jede Brustform hat ihre eigene Schönheit.

  • Kann sich die Brustform ändern?

    Ja, die Brustform ändert sich im Laufe des Lebens einer Frau. Hormonelle Einflüsse, wie Pubertät, Schwangerschaft oder Menopause, sowie Gewichtsveränderungen spielen eine große Rolle bei der Veränderung der Brustform.

  • Was beeinflusst die Brustform?

    Die Genetik ist der primäre Faktor, der die Brustform bestimmt. Zusätzlich beeinflussen hormonelle Schwankungen, Alterungsprozesse und Gewichtsveränderungen die Festigkeit und Form der Brüste. Der Lebensstil und die Wahl der Kleidung, insbesondere des BHs, können ebenfalls eine Rolle spielen.

Bildquellen: Bild 1: © H_Ko - stock.adobe.com

Die Grafiken dürfen gerne verwendet und geteilt werden. Bitte nennen Sie als Quelle diesen Beitrag oder malakoff-klinik.de.

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