Bauchstraffung - 7 Tipps für das perfekte Ergebnis

Es ist beschlossen: Sie werden sich den Traum vom strafferen Bauch endlich erfüllen. Ein optimales Ergebnis liegt jedoch nicht nur bei Ihrem Chirurgen, sondern auch in Ihren Händen.
Schon mit kleinen Maßnahmen können Sie eine optimale Wundheilung und den dauerhaften Erhalt Ihrer straffen Körpermitte fördern. Mit diesen 7 Tipps erfahren Sie, wie es geht.

1. Essen ist (fast) alles 
Wenn Sie noch abnehmen wollen, sollten Sie das vor der Bauchstraffung tun. 
Erst wenn Sie Ihr Wunschgewicht erreicht haben und halten, sollten Sie den Termin für Ihre Bauchstraffung ausmachen. Natürlich ist das Essen auch nach der OP ein wichtiger Faktor. Zum einen liefert eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse, mit Nüssen und Vollkorn und leichten Proteinspendern wie Fisch Ihrem Körper genau die Nährstoffe, die er für die Erholung nach dem Eingriff braucht. Zum anderen bleiben Sie auch nach der Bauchstraffung nur dann dauerhaft schlank und Ihr Bauch straff, wenn Sie nicht wieder an Gewicht zulegen. Ein Blick auf die Kalorien muss also auch nach einer Abdominalplastik sein.  

2. Nehmen Sie sich Zeit
Manche Patienten können schon eine Woche nach der Bauchdeckenstraffung wieder ihrem Job nachgehen. Das gilt jedoch nicht für jeden.
Vor allem, wenn Ihr Job Sie auch körperlich fordert, sollten Sie eine längere Auszeit einplanen.
Das gilt auch, wenn Sie zum Beispiel zur Arbeit radeln oder eine weitere Strecke laufen müssen. Handwerker etwa, Pflegekräfte, Frisöre und viele andere Berufe sollten daher eher mit mindestens zwei, besser drei Wochen zur Erholung rechnen.
Geben Sie Ihrem Körper diese Zeit, damit der Heilungsfortschritt und die Narbenbildung optimal verlaufen können.

3. Lassen Sie sich helfen
Bewegung und körperliche Anstrengung sind vor allem in den ersten Tagen ein Thema.
Beispielsweise wenn Sie liegen oder in einem tiefen Sessel oder auf dem Sofa sitzen, brauchen Sie anfangs Hilfe beim Aufstehen, um das frisch gestraffte Gewebe nicht zu überlasten. Auch das aufrechte Laufen ist anfangs mühsam.
Lassen Sie sich also von Freunden oder Familie in dieser Zeit helfen. So kann die OP-Wunde optimal heilen.  

4. Langsam in der Freizeit
Auch wenn diese ersten Tage vorbei sind und Sie wieder mobiler werden, sollten Sie sich nicht überanstrengen.
Das gilt vor allem für Freizeitaktivitäten, die die Bauchmuskulatur sehr belasten. Während Walking oder Treppensteigen recht schnell wieder möglich sind, sollten Sie Bauchtraining wie Calesthenics, Body-Weight-Übungen und ähnliches Bauchtraining frühestens nach guten zwei Monaten wieder beginnen.
Dann ist die OP-Naht soweit ausgeheilt und stabil, dass Sie langsam wieder in Ihr Training einsteigen können. So erhalten Sie den Korsetteffekt, den die OP hergestellt hat und vermeiden Wundheilungsstörungen und im schlimmsten Falle Risse, die eine zweite Operation erfordern könnten.

5. Nein zu Alkohol und Tabak
Auch wenn Sie Ihre neue Silhouette feiern möchten, tun Sie es ohne Alkohol und verzichten Sie auch auf das Genusskippchen zur Feier des Tages.
Beides kann die Wundheilung verzögern und das Ergebnis Ihrer Bauchstraffung beeinträchtigen. 

6. Sorgen Sie für Ihre Verdauung
Eine Abdominalplastik verändert auch die Platzverhältnisse im Bauchraum. Hinzu kommt, dass Sie sich in den ersten Tagen nur wenig bewegen können.
Das macht auch den Darm träge. Verstopfung und harter Stuhl können aber zum Pressen beim Toilettengang verleiten. Genau das kann Ihre frischen Operationswunden jedoch überlasten.
Achten Sie bei Ihrer Ernährung deshalb darauf, leicht und ballaststoffreich zu essen und trinken Sie ausreichend, damit der Stuhl geschmeidig und der Darm aktiv bleibt.  

7. Achten Sie auf die Hinweise Ihres Chirurgen 
Ihr Chirurg wird Sie für das Verhalten nach der OP und die Pflege der Narben anleiten.
Beachten Sie diese Hinweise sorgsam, denn sie dienen dem optimalen Heilungsverlauf und fördern damit das perfekte Ergebnis. So werden Sie zum Beispiel eine Einführung in die Narbenpflege erhalten, damit die Wunden gut heilen und möglichst unscheinbare Narben entstehen.
Dasselbe gilt auch für den Aufenthalt in Sonne oder Solarium.
Ihr Arzt beobachtet Ihre Haut und den Heilungsprozess und kann Ihnen im Zweifel sagen, wie lange Sie auf Sonnenbäder und Sonnenbank verzichten müssen.  

Sie haben noch Fragen zum Thema Bauchstraffung? Dann beantworten wir sie Ihnen gern!

Dr. med. Martin Kürten
Leitender Arzt operative Abteilung Fort Malakoff Klinik
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie