FAQ's zur Brustvergrößerung

Hier finden Sie von unseren Patientinnen häufig gestellte Fragen während der Beratung und Behandlung zur Brustvergrößerung.

  • Wie groß und schwer ist ein durchschnittliches Implantat?

    Das lässt sich nicht pauschal beantworten, da es von mehreren körperlichen Faktoren abhängig ist, z. B. von der Breite des Brustkorbs und der Position der Brustwarze.
    Für eine Körbchengröße mehr werden Silikonkissen bis etwa 200 ml eingesetzt, was ca. 200 g entspricht.

  • Gibt es Alternativen zu Silikonimplantaten?

    Die modernen Silikonimplantate sind in den europäischen Ländern das beliebteste Mittel für eine vollere Brust. Seit die medizinische Forschung in den letzten Jahren große Fortschritte im Bereich des autologen Lipotransfers (Transplantation von körpereigenen Fettzellen) erzielt hat, wird diese Technik auch zum Aufbau der Brust verstärkt eingesetzt.
    Die Eigenfettbehandlung kann eine gute Alternative zu Silikonimplantaten sein und eignet sich für Frauen, die lediglich eine kleine Vergrößerung der Brust wünschen; pro Eingriff ist eine halbe bis eine Körbchengröße möglich, sodass meist zwei Behandlungen erforderlich sind.
    Das Ergebnis ist optisch und vom Tastgefühl her sehr natürlich, aber nicht vollständig vorhersehbar, da ein Teil der Fettzellen wieder vom Körper abgebaut wird.
    Ist das Gewebe stark erschlafft oder wird eine deutlichere Volumenvergrößerung gewünscht, kommt die Methode nicht in Frage.
    Daneben gibt es noch Kochsalzimplantate, die allerdings einige Nachteile haben: Optik und Haptik sind weniger natürlich und die Form instabil. Einmal beschädigt läuft das Implantat sofort aus, wobei der Inhalt vom Körper problemlos abgebaut werden kann. Kochsalzimplantate sind kostengünstiger als solche mit Silikon. 

  • Wie riskant ist eine Brustvergrößerung?

    Wie bei jedem anderen Eingriff besteht auch bei der Brustaugmentation ein gewisses Operationsrisiko.
    Mögliche Komplikationen können u. a. Thrombosen, Blutungen und Wundheilungsstörungen sein. De facto können diese Gefahren durch eine ausführliche Beratung, die den individuellen gesundheitlichen Status berücksichtigt, so gut wie ausgeschlossen werden.
    Existieren schwerwiegende Vorerkrankungen oder ein familiär stark erhöhtes Brustkrebsrisiko, wird ein seriöser Chirurg von der OP abraten.
    Ausschlaggebend ist die Durchführung des Eingriffs durch einen plastischen Facharzt mit Spezialisierung auf Brustoperationen. Da die Bezeichnung „Schönheitschirurg“ nicht geschützt ist, sollten Sie unbedingt auf die Mitgliedschaft des Arztes in einer der Fachgesellschaften für plastisch-ästhetische Chirurgie achten (DGPRÄC, VDÄPC), von denen Sie auch Listen anerkannter Fachärzte erhalten. 

  • Krebserregende oder geplatzte Silikonimplantate verunsichern.

    Kann ich sicher sein, dass mir kein minderwertiges Brustimplantat eingesetzt wird?

    Die früheren Silikonkissen mit glatter, dünner Hülle und flüssigem Silikongel gehören längst der Vergangenheit an.
    Die Medizin hat aus den Mängeln der Anfangsmodelle gelernt, die in der Tat leicht verkapselten, rissen und durch den Austritt von Flüssigsilikon schwerwiegende Komplikationen verursacht haben.
    Heute werden in jeder seriösen Praxis und Klinik nur moderne, hochwertige Silikonimplantate verwendet. Fragen Sie im Beratungsgespräch nach, welches Produkt Ihr Arzt benutzt! Alle Daten stehen auch im Implantatpass, den Sie nach der OP erhalten.
    An der Fort Malakoff Klinik arbeiten wir mit Implantaten der deutschen Firma Polytech und den amerikanischen Firmen Allergan und Mentor. Das kohäsive („schnittfeste“) Füllmaterial der neuen Implantatgeneration macht die Silikonkissen zuverlässiger, auslaufsicherer, formstabiler und haltbarer.
    Komplikationen wie Implantatverschiebungen oder Kapselfibrosen treten äußerst selten auf. Eine Erhöhung des Brustkrebsrisikos ist in klinischen Studien eindeutig widerlegt worden.

  • Muss das Silikonimplantat irgendwann ausgetauscht werden?

    Auch das hochwertigste Silikonkissen hält nicht unbedingt ewig. Um die 10 Jahre sollten es allerdings schon sein. Manche Hersteller geben daher auf ihr Produkt eine Austauschgarantie. Die Gründe für einen Austausch sind unterschiedlich. Manche Frauen wünschen nach einiger Zeit eine andere Brustform oder-größe, manchmal muss das Implantat aufgrund einer Verschiebung oder Kapselfibrose entfernt werden.
    Implantate der neuesten Generation aus Kohäsiv-Silikongel müssen erst nach 20 Jahren und länger ausgetauscht werden, da das Material sich so gut wie nicht abnutzt. 

  • Gibt es verschiedene Formen von Implantaten?

    Man unterscheidet zwischen runden und anatomisch (tropfenförmig) geformten Implantaten, wobei Letztere die Brust i. d. R. natürlicher aussehen lassen.

  • Wo genau sitzt das Implantat?

    Entweder auf oder unter dem Brustmuskel. Die meisten Implantate werden oberhalb des großen Brustmuskels eingesetzt, da der Eingriff mit weniger chirurgischem Aufwand und postoperativen Schmerzen verbunden ist und sich die Brustform besser modellieren lässt.
    Bei geringer Weichteilabdeckung bringt die Implantation unter den Muskel ein besseres Ergebnis, da die Konturen des Implantats sich bei einem Sitz oberhalb abzeichnen könnten. Außerdem ist das Risiko einer Kapselkontraktur bei dieser Methode geringer.

  • Entstehen durch die Operation sichtbare Narben?

    Große, auffällige Narben müssen zum Glück nicht sein. Bei kleineren Implantaten reicht ein Schnitt von 3 cm Länge im Bereich der Achselhöhle, um das Silikonkissen, endoskopisch unterstützt, an seinen Platz zu bringen.
    Für eine gleichzeitige Bruststraffung und/oder Versetzung der Brustwarze wird der Zugang über die Mamille (Brustwarze) gewählt, der eine dünne kreisförmige Narbe hinterlässt.
    Größere Implantate können nur über einen Brustfaltenschnitt eingebracht werden, wobei die entstandene feine Narbe idealerweise in der natürlichen Unterbrustfalte verschwindet.
    Bei gut verlaufender Wundheilung sind alle Narben aufgrund moderner Nahttechniken
    und Materialien relativ unauffällig; beim Zugang über die Achsel bleibt die Brust selbst völlig makellos.

  • Fühlt sich die operierte Brust noch natürlich an?

    Wie natürlich die Brust aussieht, wie sie sich anfühlt und die Körperbewegungen mitmacht, hängt davon ab, ob das Implantat auf oder unter den Brustmuskel platziert wurde, ebenso von seiner Größe und Form und ob es zu einer Kapselverhärtung (Kapselkontraktur, Kapselfibrose) gekommen ist.
    Grundsätzlich ist die Bildung einer dünnen Kapsel aus Bindegewebe nach dem Einsetzen eines Fremdkörpers eine völlig normale Körperreaktion. Für gewöhnlich ist diese Hülle weich und elastisch; mitunter kann sie sich jedoch verdicken und verhärten, was eine erneute Operation notwendig macht. Silikon- oder Eigenfettimplantate werden von den meisten Frauen als natürlicher empfunden als solche mit Kochsalz.
    Beim Silikon kommt es auf den Festigkeitsgrad der kohäsiven Füllung an (Festigkeitsgrad 1-3).
    Ein erfahrener Chirurg weiß, welcher Grad am besten für welche Patientin geeignet ist.

  • Ändert sich die Sensibilität der Brustwarzen?

    Selten kommt es zu einer vorübergehenden gesteigerten oder verminderten Empfindlichkeit der Brustwarzen. Nach einem Mamillenschnitt ist das Risiko einer Beeinträchtigung der sensiblen Nerven höher, wobei sich diese noch bis zu einem Jahr nach der OP regenerieren können. 

  • Kann ich mit Brustimplantaten stillen?

    Ja. Ausnahme: Wenn das Implantat über die Brustwarze eingebracht wurde, sind die Milchgänge mit hoher Wahrscheinlichkeit beschädigt.
    Ein erhöhter Silikongehalt der Muttermilch konnte wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden.

  • Kann ich mir auch mit 50 oder 60 Jahren noch die Brust vergrößern lassen?

    Ausschlaggebend ist der allgemeine Gesundheitszustand, weniger das Alter.

  • Wann kann ich nach der OP wieder arbeiten?

    Nach 2-3 Tagen sind Sie normalerweise wieder gesellschaftsfähig, wobei anstrengende körperliche Aktivitäten unbedingt vermieden werden sollten. Allgemein empfiehlt es sich, eine Woche Urlaub zu nehmen, um sich ausreichend zu erholen. Leichtere Sportarten dürfen Sie nach 4-6 Wochen wieder betreiben. Da der Heilungsprozess individuell sehr unterschiedlich verläuft, lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt beraten. 

  • Wann kann ich nach einer Brustvergrößerung wieder Sport treiben?

    Nach 3-4 Wochen dürfen Sie wieder langsam mit leichten sportlichen Aktivitäten beginnen. Walken, Stepper im Fitnessstudio oder ein langsamer Dauerlauf sind möglich, wenn Sie keine Beschwerden haben. Sechs Wochen nach der Operation sind Sie für jede Sportart freigegeben. Ihr Implantat ist gut mit Ihrer Brust verwachsen. 

    Die folgende Seite gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Brustvergrößerung. Entwickelt mit fachlicher Unterstützung von Dr. Martin Kürten, Facharzt für Chirurgie und plastische Chirurgie mit dem Schwerpunkt Brustoperationen an der Fort Malakoff Klinik Mainz, soll er als Orientierungshilfe dienen, ohne jedoch Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Ein wohlgeformtes Dekolleté betont die weibliche Silhouette und steht für Attraktivität und Sinnlichkeit. Allerdings sind die wenigsten Frauen mit ihrer Brust voll und ganz zufrieden. Daher erstaunt es nicht, dass Operationen zur Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) in ihrer Beliebtheit gleich hinter Fettabsaugungen rangieren.
Dennoch ist die Verunsicherung beim Thema Brust-OP so groß wie bei kaum einem anderen ästhetisch-plastischen Eingriff. Verantwortlich sind massenhaft kursierende, oft lückenhafte Informationen, negative Erfahrungsberichte und diverse Angebote nicht immer seriöser Schönheitskliniken.