Die Schweißdrüsenabsaugung

Dem Schwitzen mit einer Schweißdrüsenabsaugung zu Leibe rücken

Es kann wirklich lästig sein. Man hat einen wichtigen Termin und fängt kurz davor an, unter den Achseln und an den Händen zu schwitzen. Besonders der Schweiß an den Achseln ist sehr unangenehm, weil er innerhalb kürzester Zeit unter Weste oder Hemd sichtbar wird. Wenn diese verstärkte Schweißbildung häufiger auftritt oder sich gar immer mal wieder mehr oder weniger zeigt, spricht man von Hyperhidrosis. 

Das vermehrte Schwitzen unter den Achseln belastet

Die vermehrte Schweißbildung in den Achseln bei starkem Schwitzen wird als Hyperhidrosis axillaris bezeichnet.

Der Stress, der durch diese Erkrankung bei den Betroffenen hervorgerufen wird, ist kaum vorstellbar. Es werden Einlagen in die Achseln gelegt, man geht fast stündlich auf die Toilette und trocknet seine Achseln ab oder man traut sich in seiner Freizeit schon kaum mehr in die Öffentlichkeit.

Beruf und Freizeit können unter dieser Erkrankung leiden, das Selbstbewusstsein ist gleich null.


Unsere Spezialisten

Facharzt in der Fort Malakoff Klinik

Dr. Martin Kürten
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Spezialistin in der Schönheitsklinik Fort Malakoff

Dr. Wiltrud Meyer
Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Man unterscheidet zwei Arten der Hyperhidrose

Primäre Hyperhidrose: Bei der primären Hyperhidrose ist keine Ursache bekannt. Die Betroffenen schwitzen teilweise aber so stark, dass sie im Alltag stark eingeschränkt sind. Vor allem in der Pubertät, der Zeitpunkt an dem die Hyperhidrose das erste Mal auftritt, ist für den jungen Menschen besonders belastend. Die Diagnose Primäre Hyperhidrose ist eine Ausschlussdiagnose.

Sekundäre Hyperhidrose: Bei der sekundären Hyperhidrose kann eine Ursache für das starke Schwitzen gefunden werden. Neben Medikamenten kann die Hyperhidrose bei Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion), bei Symphatikusirritation (Nervenbündel im Hals) oder bei manifesten psychischen Erkrankungen auftreten.

Von dem vermehrten Schwitzen sind in Deutschland mehr als vier Millionen Menschen betroffen.

Möglichkeiten der Hyperhidrose Behandlung

Konservative Behandlungen der Hyperhidrose:

Zu den nicht operativen Behandlungen der Hyperhidrose zählen Antitranspiranzien, die Iontophorese und Therapien mit Botulinumtoxin.

Antitranspiranzien werden lokal aufgetragen. Die Wirkung kann aber nach einigen Monaten nachlassen. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Nachteile können leichte Hautirritationen sein.
Bei der Iontophorese erfolgt eine Gleichstromanwendung mit einem speziellen Gerät. Die Behandlung ist aufwendig und das Ergebnis tritt erst nach zweimonatiger Anwendung ein.
Hier hilft die Therapie der Hyperhidrosis mit Botulinumtoxin wesentlich schneller. Nach dem Einspritzen des Medikaments kommt es zu einer Wirkung nach 2-3 Tagen. Alle konservativen Behandlungen der Hyperhidrose haben eins gemeinsam: Sie müssen regelmäßig angewendet werden.

Operative Behandlungen der Hyperhidrose:

Die subkutane Schweißdrüsen-Saugkürettage gilt als schonendstes Verfahren. Als Alternative kann eine Excision – ein Entfernen – der Schweißdrüsen erfolgen.

Subkutane Schweißdrüsen-Kürettage der Achsel: Bei dieser Technik wird durch einen oder zwei kleine Schnitte ein spezielles Instrument knapp unter die Haut eingebracht, um an der Rückseite der Haut die Schweißdrüsen zu entfernen. Des Weiteren werden die feinen Nervenfasern zu den Schweißdrüsen unterbrochen, so dass bei nicht entfernten Schweißdrüsen keine Schweißproduktion mehr erfolgen kann.

Diese Art der Hyperhidrosisbehandlung gilt als sicher und schonend. Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung und einem Dämmerschlaf. Durch den Dämmerschlaf wird der Eingriff nicht als unangenehm empfunden. Vor der Therapie wird durch einen speziellen Test das zu behandelnde Areal markiert. Hierdurch ist gewährleistet, dass alle Schweißdrüsen tragenden Hautareale in der Achsel behandelt werden. Erfahrungen zeigen, dass 75-80% der Schweißdrüsen-Aktivität hierdurch unterbrochen werden kann. Es kommt zum „normalen Schwitzen“ in den Achseln. Achseleinlagen, ständiges Trocknen der Achseln oder gar Schweißflecken in der Kleidung gehören der Vergangenheit an.