Wenn der Finger klemmt

Der springende oder schnellende Finger stört im Alltag und kann durch eine kleine unkomplizierte OP ohne große Ausfallszeit behandelt werden.

Bei einem sogenannten „Schnappfinger“ bleibt der betroffene Finger in Beugestellung stehen und kann nur unter Schmerzen und gegen Widerstand erneut gestreckt werden. Grund für das „Hängenbleiben“ des Fingers ist meist eine Verdickung der Beugesehne, die oft auch im Handballen getastet werden kann. Durch die Verdickung kann die Sehne nicht mehr ungehindert durch ein Ringband gleiten, mit dem sie in der Tiefe gehalten wird. 

Wenn es nicht besser wird hilft nur eine OP

Als Ursache für diese Sehnenverdickung werden degenerative Veränderungen oder auch Überlastung vermutet. Es gibt jedoch auch angeborene „Schnappfinger“ bei Kindern. Wenn sich das Phänomen des „Schnappens“ nicht kurzfristig von selbst zurückbildet, hilft nur die operative Therapie. Ruhigstellung oder Kortisoninjektionen bringen keine langfristigen Erfolge.

Die Operation des „Schnappfingers“ wird in lokaler Betäubung und ambulant durchgeführt.

Über einen kurzen Schnitt über der betroffenen Beugesehne wird das Ringband (meist das A1-Ringband über dem „Mittelhandköpfchen“ aufgesucht und gespalten. Der betroffene Finger kann dann sofort wieder frei gebeugt und gestreckt werden.

Die Nachbehandlung ist kurz, es gilt aber einiges zu beachten

Eine Ruhigstellung nach der Operation ist nicht erforderlich, jedoch sollte eine stärkere Belastung der Hand für 1-2 Wochen vermieden werden. Je nach beruflicher Belastung besteht eine Arbeitsunfähigkeit für diesen Zeitraum. Ggf. ist eine krankengymnastische Beübung des Fingers nach der plastischen Operation erforderlich.

Es kommt selten zu Problemen

Wie bei jeder handchirurgischen Operation kann es zur Verletzung von Blutgefäßen, Nerven oder Sehnen kommen. Wundinfektionen und Wundheilungsstörungen sowie Narbenbildung und länger anhaltende Schmerzen sind ebenfalls möglich.

Bei nicht vollständiger Durchtrennung des Ringbandes können die Beschwerden wieder auftreten und eine erneute Operation erfordern.

Insgesamt handelt es sich jedoch bei der Operation des Springenden Fingers um einen risikoarmen und kurzen Eingriff. 

Unsere Spezialistin

Spezialistin in der Schönheitsklinik Fort Malakoff

Dr. Wiltrud Meyer
Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie