Nasenkorrektur: ästhetisch und funktionell

Neue Wege zu Ihrer Schönheit

Die Nasenkorrektur gehört sicherlich zu den anspruchsvollsten Operationen in der ästhetischen Chirurgie. Sie verändert das Gesicht wie kein anderer ästhetischer Eingriff. Dabei sollte man bei einer Nasenkorrektur aber nicht nur die Schönheit bzw. die neue Form in den Vordergrund stellen, sondern auch die Funktion.

Funktionell-ästhetisch: Besser aussehen und atmen

Diese Art der Nasenkorrektur wird als funktionell-ästhetische Rhinoplastik bezeichnet. Eine Nasenoperation kann die Nase verkleinern oder vergrößern, kann die Form des Nasenrückens sowie des Naseneingangs mit den Nasenflügeln und den Nasenlöchern verändern sowie die Länge der Nase und den Winkel zwischen Nase und Oberlippe verändern. Auch das Kinn sollte mit in die Planung einbezogen werden, da ein fliehendes Kinn am besten parallel zu einer Nasenkorrektur aus ästhetischen Gründen korrigiert werden sollte. Diese wichtige Gesichtsanalyse sollte von jedem Operateur für Nasenoperationen durchgeführt werden.
Wenn Sie eine funktionell ästhetische Nasenkorrektur durchführen lassen wollen, wird Ihnen diese kurze Darstellung vielleicht dabei helfen, die Eigenarten und Besonderheiten dieses Eingriffs zu verstehen. Selbstverständlich wird sie nicht alle Ihre Fragen beantworten können, da immer eine individuelle Planung für jeden Patienten erfolgen sollte.

Die offene oder geschlossene Nasenkorrektur

Es gibt verschiedene Techniken, eine Nase von innen wie von außen zu korrigieren. Alle haben eins gemeinsam: das Ergebnis von Form und Funktion zu verbessern.

In den letzten Jahren fand in der Rhinochirurgie ein dramatische Entwicklung statt. Neue Materialien und neue Techniken wurden entwickelt und insbesondere der „offene Zugang“ wird immer häufiger von Spezialisten für Nasenkorrektur durchgeführt. Hierdurch ist es möglich, das Nasengerüst unter Sicht zu Formen. Der Vorteil ist ein symmetrischeres Ergebnis. Durch die neuen Materialien ist es möglich, den Nasenrücken besser aufzubauen und bei einer Höckerabtragung die Kanten weicher zu gestalten. Dies ergibt ein schöneres und natürlicheres postoperatives Ergebnis.

Bei einer Nasenscheidewandveränderung und Nasenmuschelvergrößerungen werden diese verkleinert, um die Funktion der Nasenatmung zu verbessern. Bei einem Nasenhöcker wird dieser abgetragen, bei einem zu tiefen Nasenrücken wird dieser aufgebaut. Hierdurch kann ein neues Profil der Nase geschaffen werden. Abschließend wird noch eine Neuformung der Nasenspitze durchgeführt, falls erwünscht.

Auch die Begradigung der Nase nach einem Unfall oder aus anderen Ursachen kann durch eine Nasenoperation ermöglicht werden.

Für wen ist eine Nasenkorrektur sinnvoll?

Eine Nasenkorrektur ist für alle Personen sinnvoll, die aufgrund der Nase eine Atmungsbehinderung haben. Bei dieser Art der Nasenkorrektur steht die Funktion im Vordergrund. Natürlich kann man eine ästhetische Korrektur in Kombination mit der funktionellen Nasen-Operation durchführen.

Eine ästhetische Nasenkorrektur kann bei allen Personen vorgenommen werden. Besonders gut sind die Erfolgsaussichten aber bei Menschen mit einem harmonischen Gesicht sowie mitteldicker Haut. Für einen guten Chirurgen gilt die Devise, dass die "neue Nase" zu Gesicht und Typ passen sollte. Ohne schwerwiegende Gründe sollte man eine Operation der Nase erst nach Abschluss des pubertären Wachstumsschubes durchführen. Dies ist bei Frauen nach dem 16. Lebensjahr und bei Männern nach dem 18. Lebensjahr.

Nasenkorrektur mit örtlicher Betäubung oder Vollnarkose?

Die Beantwortung dieser Frage hängt von der persönlichen Erfahrung des Operateurs und vom Umfang des geplanten Eingriffs ab. Kleinere Eingriffe an der Nasenspitze, d.h. im knorpeligen Nasenskelett können sicherlich in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Bei einer umfangreicheren ästhetischen, aber auch funktionellen Nasenkorrektur empfiehlt sich oft eine Vollnarkose. Hierdurch ist eine gezielte Blutdrucksenkung möglich. Diese Maßnahme hat zum Ziel, die Blutung während der Operation zu verringern. Der Nasen-Operateur hat hierdurch gute Sicht über das Operationsgebiet. Der Eingriff kann schneller und exakter erfolgen. Bei aufwendigeren Nasenkorrekturen empfiehlt sich ein kurzer Klinikaufenthalt. Bei kleineren Eingriffen an der Nasenspitze kann die Operation auch trotz Vollnarkose auf Wunsch ambulant erfolgen.

Mögliche Risiken bei einer Nasenkorrektur

Erfreulicherweise ist die Nasenkorrektur ein Eingriff, bei dem schwere Komplikationen die absolute Ausnahme sind. Lebensbedrohliche Probleme können nahezu ausgeschlossen werden. Die Gesundheit gefährden kann jedoch eine Blutung. Sie kann eine erneute Tamponade der Nase erforderlich machen.

In aller Regel wird das ästhetische Ziel der Operation erreicht. Kleinere Unregelmäßigkeiten der Nasenform können jedoch vorübergehend oder dauerhaft auftreten. Dazu gehören insbesondere kleinere Unregelmäßigkeiten im Bereich des Nasenrückens. Sie erfordern eine engmaschige Kontrolle und Therapie beispielsweise durch Pflaster.

Ganz selten sind kleine Nachkorrekturen von Unregelmäßigkeiten und Asymmetrien notwendig. Falls dies jedoch der Fall sein sollte, wird man eine Entscheidung darüber frühestens nach einem halben bis einem Jahr treffen, da erst dann die endgültige Nasenform beurteilt werden kann.

Meistens können diese Nachkorrekturen ambulant und in örtlicher Betäubung erfolgen.

Was erwartet Sie nach der Operation?

Die Nachbehandlung ist abhängig von der Art der Nasenkorrektur. Bei einer reinen Operation der Nasenspitze ist es evtl. ausreichend, einen Tape-Verband anzubringen. Bei einer Veränderung des knöchernen Nasenskeletts ist meist eine Schiene erforderlich, die direkt nach der Operation angebracht wird. Innere Tamponaden verhindern ein Anschwellen und eine Blutung der Schleimhäute. Die Tamponaden werden schon nach 3 Tagen gezogen. In dieser Zeit ist keine Nasenatmung möglich. Schwellungen und Blutergüsse sind nach der Operation zu erwarten, können aber durch Make-up nach einer Woche weitestgehend überdeckt werden. Die äußere Schiene kann in der Regel nach 14 Tagen entfernt werden. Nach dieser Zeit hat sich das Nasengerüst stabilisiert.

Der Gips wird dann durch Pflasterstreifen ersetzt, die für eine weitere Woche die Nase stabilisieren. Glücklicherweise müssen keine Fäden im Naseninneren gezogen werden, da diese sich von alleine auflösen. Falls ein kleiner Schnitt im Nasensteg erfolgt ist, werden die Fäden hier nach 5 Tagen entfernt.

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Unsere Spezialist

Facharzt in der Fort Malakoff Klinik

Dr. Martin Kürten
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie