Hauterneuerung durch chemische Peelings

Wenn Antifalten-Cremes nicht mehr ausreichen ...

Niemand kann sie verhindern, die ersten kleinen Fältchen um die Augen, die ersten Oberlippenfältchen oder die ersten Falten am Hals. Aber fast jeder kann etwas dagegen tun: in Form einer sanften, von Grund auf wirksamen Therapie.

Zunächst sei gesagt: Wenn es um erste Fältchen rund um Augen, Oberlippe oder den Hals geht, sollten keine Faltenfiller verwendet werden, da diese sichtbare Zeichen der Unterspritzung hinterlassen. Die Methode der Wahl ist hier die Anregung der körpereigenen Regeneration. Da oberflächliche kosmetische Peelingverfahren (Fruchtsäurepeelings) in diesem Stadium nicht mehr helfen, sollte die Hauterneuerung mittels chemischer Peelingsubstanzen angeregt werden. Ähnlich einem schmerzfreien Sonnenbrand werden durch die Abtragung der Hornschicht und der darunter liegenden Hautschicht die Regenerationsprozesse und die Ausbildung neuer kollagener Fasern in Gang gebracht. Eine frischere und glattere Haut ist das Ergebnis!

Je nach Hauttyp und Alterungszustand empfehlen wir in der Fort Malakoff Klinik den Einsatz unterschiedlicher Peelingformen:

Oberflächliches Peeling: Abschälung der Hornschicht der Epidermis von ca. 0,06 mm. Dieses Verfahren eignet sich vor allem für Patienten mit florider Akne, leichten Pigmentstörungen und UV-geschädigter Haut, die erste Fältchen nach sich zieht. Die entzündlichen Veränderungen der Akne werden deutlich abgemildert, grobporige und ermüdete Haut erfährt eine deutliche Verbesserung des Hautbilds. Um ein optimales Ergebnis zu erreichen, sollten 3–6 Einzelbehandlungen im Abstand von 2 Wochen durchgeführt werden. Eine Betäubungscreme sorgt dafür, dass keine unangenehmen Hautirritationen stattfinden. Die Behandlung dauert in der Regel zwischen 10 und  20 Minuten, je nach Region. Nach der Behandlung ist man gesellschaftsfähig. Ein leichtes Abschälen der Haut ist durch spezielle Feuchtigkeitscremes gut zu kaschieren.

Mitteltiefes Peeling: Abschälung bis in die obersten Schichten der Dermis von ca. 0,45 mm. Durch dieses Peelingverfahren können leichte Aknenarben, Erschlaffungszeichen der Haut und Altersflecken sowie aktinische Keratosen (Hautkrebsvorstufen) behandelt werden. Die klassische Substanz für dieses Peeling stellt TCA (Trichloressigsäure) dar. Durch unterschiedliche Konzentrationen kann ein unterschiedlich tiefer Abschälungsprozess eingeleitet werden. In der Fort Malakoff Klinik wird dieses Peeling immer mit weiteren Peelingsubstanzen kombiniert, um einen optimalen Hauterneuerungsprozess zu erzielen.

Um erhöhte Schmerzempfindungen zu vermeiden, wird vor der Behandlung eine starke Betäubungscreme aufgetragen, die etwa 20–30 Minuten einwirkt. Die Konzentration der Peelingsubstanzen wird je nach Hauttyp und Behandlungsziel variiert. Bei höheren Konzentrationen erreicht man eine stärkere Abschälung, welche mit einer leichten Schwellung für 1–2 Tage und einer Reströtung bis zu 2 Wochen einhergehen kann. Eine feuchtigkeitsspendende Hautpflege ist nach diesem Peeling unerlässlich. Die gesellschaftliche Auszeit beträgt in der Regel 3–4 Tage. Das Auftragen einer Creme mit hohem Lichtschutzfaktor nach dem Peeling ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme, um Sonnenpigmentierungen zu vermeiden.

Tiefes Peeling: Zur Abschälung bis in die tiefen Dermisschichten von ca. 0,6 mm wurde früher eine sog. Phenol-Lösung verwendet. Aufgrund der starken Nebenwirkungsrate hat diese Behandlung in der ästhetischen Therapie heutzutage keine große Bedeutung mehr. Um einen großen Effekt zu erhalten, empfehlen wir die weniger einschränkenden Lasertherapien, wie z.B. CO2-Laser, fraktionierter CO2-Laser und Fraxel (Erbium-Laser).