Was Sie über Laser & Co. wissen müssen

  • Was bedeutet „Fotoepilation“?

    Unter dem Begriff Foto- oder Lichtepilation werden alle professionellen Methoden zur dauerhaften Haarentfernung zusammengefasst, bei denen Lichtenergie auf die Hautoberfläche projiziert wird.
    Im Gegensatz zur Nadelepilation wird die Haut nicht verletzt, sodass es auch nicht zu Infektionen oder Narbenbildung kommen kann.
    Wissenschaftlich bestätigt ist die Wirksamkeit der Epilation mittels Lasersowie der IPL-Technologie (IPL = intense pulsed light).

  • Warum wird an der Fort Malakoff Klinik ausschließlich der Laser eingesetzt?

    Mit dem Lumenis LightSheer® DESIRE™-System steht unseren Lasertherapeuten eine Epilationstechnologie zur Verfügung, die nachweislich hocheffizient, sicher und für alle Hauttypen geeignet ist.
    Der Lumenis-Diodenlaser besitzt die behördliche Zulassung der FDA (Food and Drug Administration).
    Die FDA untersteht dem Gesundheitsministerium der Vereinigten Staaten und ist u. a. zuständig für die Wirksamkeit und Sicherheit medizinischer Produkte. Aufgrund der überzeugenden Vorteile der Laserepilation mit dem Lumenis LightSheer® DESIRE™ gegenüber dem IPL-Verfahren führen wir die permanente Haarentfernung grundsätzlich mittels Laser durch.

  • Wie unterscheiden sich Laser- und IPL-Methode?

    Das Lasergerät produziert Licht einer einzigen Wellenlänge, die zuvor anhand von Hautton sowie Haarfarbe und -dicke ermittelt worden ist.
    Die gebündelte Lichtenergie wird ausschließlich vom Haar selbst aufgenommen und entfaltet dort eine Wärmewirkung, die das Haarwachstum unterbricht.
    Bei der IPL Behandlung kommen Blitzlampen zum Einsatz, die intensive Lichtblitze einer gewissen Bandbreite von Wellenlängen ausstrahlen. Auch hier wird die Energie in die Haarwurzel geleitet, wo sie die haarbildenden Zellen zerstört.
    Der Effekt beim IPL ist allerdings oberflächlicher und daher nicht für sehr dicke, tief in der Haut sitzende Haare geeignet.
    Die weitere Streuung des Lichts bedeutet auch, dass nicht die gesamte Energie ihr eigentliches Ziel, die Haarwurzel, erreicht.
    Je dunkler der Hautton, desto mehr Licht wird von der Haut absorbiert und führt dort zu einer Erhitzung des Gewebes.
    Daher ist IPL nicht für dunkle Hauttypen geeignet.
    Während IPL-Geräte auch in Kosmetikstudios verwendet werden, darf die Lasertherapie nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. IPL-Behandlungen werden meist zu einem etwas günstigeren Preis angeboten, weil die Technik weniger kostenintensiv ist.

  • Was genau sind die Vorteile des Lumenis-Diodenlasers?
    • Die Laserepilation ist äußerst effektiv:
      In 90 % der Fälle reichen 8 bis 10 Behandlungen für ein dauerhaft glattes Ergebnis aus.
    • Der bei uns verwendete Lumenis LightSheer® DESIRE™ ist ein moderner Hochgeschwindigkeitslaser.
      Durch die Größe des Gerätkopfes, der einen Spot von 22 mm × 35 mm erzeugt, und aufgrund der innovativen Vakuumtechnologie können auch ausgedehnte Hautareale am Rücken oder an den Beinen in kurzer Zeit (i. d. R. 15 bis 25 Minuten) behandelt werden.
    • Eine spezielle Kontaktkühlung, der sog. ChillTip, schützt die Haut und macht das Auftragen eines Lokalanästhetikums überflüssig.
    • Auch tiefsitzende, dicke Haare werden entfernt.
    • Das Gerät erfasst sehr präzise die Behandlungsparameter wie Hautton und Haarfarbe und ermittelt daraus die genau auf den Patienten abgestimmte Wellenlänge.
    • Auch dunkle oder gebräunte Haut kann mit dem Laser behandelt werden, ohne dass die Gefahr von Verbrennungen besteht.
  • Wie funktioniert die Laserepilation?

    Gebündeltes, langwelliges Licht einer einzigen Wellenlänge wird als hochkonzentrierte Lichtenergie vom Farbpigment Melanin im Haar aufgenommen und, umgewandelt in Wärmeenergie, durch den Haarschaft in die Haarwurzel geleitet, bis das Gewebe um den Haarbalg mindestens 70 °C erreicht.
    Bei dieser Temperatur denaturieren („verschmelzen“) die enthaltenen Gewebeproteine und die Versorgung der Haarwurzel durch feinste Kapillargefäße wird unterbrochen. Der Follikel mit den haarbildenden Zellen wird dadurch zerstört.

  • Wie viele Sitzungen sind nötig?

    In einer einzelnen Behandlung können nicht alle Haarwurzeln zerstört werden, denn die Laserenergie wirkt nur auf die Haare, die sich gerade in der Wachstumsphase (anagene Phase) befinden.
    Ein Großteil der Haarfollikel ist jedoch inaktiv, d. h. in der Ruhephase (katagene Phase) oder in der Übergangszeit (telogene Phase).
    Weil die Geschwindigkeit des Haarwachstums je nach Körperregion variiert, dauert es 4 bis 8 Wochen, bis sich die ruhenden Haarwurzeln wieder in der Wachstumsphase befinden.
    Dementsprechend große Abstände liegen auch zwischen den einzelnen Sitzungen. Meist sind 6 bis 8 Behandlungstermine für ein zufriedenstellendes Ergebnis ausreichend; individuelle Unterschiede in Haarwachstum und -beschaffenheit können aber dazu führen, dass mehr Sitzungen erforderlich sind.

  • Welche Körperregionen können behandelt werden?

    Die Laserepilation ist für alle Körperbereiche geeignet.

  • Ist die Laserepilation schmerzhaft?

    Die patentierte Kühlspitze sorgt für eine entspannte Behandlung. Die Laserimpulse sind als leichtes Kribbeln oder Prickeln zu spüren.
    Je nach Körperregion und individuellem Schmerzempfinden ist auch ein nadelstichähnliches Piksen möglich.
    Auf Wunsch kann bei subjektiv stark empfundenem Schmerz ein anästhesierendes Gel aufgetragen werden.

  • Gibt es Risiken und Nebenwirkungen?

    Als direkte Folge können leichte Schwellungen und Rötungen des behandelten Hautareals auftreten.
    Zu einer echten Entzündungsreaktion kommt es dagegen äußerst selten.
    Eine dünne Schorfkruste bildet sich, wenn überhaupt, nach der ersten Sitzung aus. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, warten Sie bitte unbedingt, bis der Schorf von selbst abfällt, da sonst oberflächliche Narben entstehen können.
    Um den empfindlichen Augenbereich vor einer Schädigung durch das Laserlicht zu bewahren, muss während jeder Behandlung eine Schutzbrille getragen werden. Bei 10 bis 15 % aller Patienten bilden sich vereinzelt helle oder dunkle Flecken als Folge einer Pigmentierungsverschiebung aus, die für gewöhnlich langsam, aber vollständig verschwinden.

  • Wachsen die Haare irgendwann wieder nach?

    Verschiedene, voneinander unabhängige Langzeitstudien haben ergeben, dass aus einem verödeten Haarfollikel keine Haare mehr nachwachsen können.
    Das Verfahren ist damit ebenso effektiv wie die Nadelepilation, die das Haarwachstum zwar auch dauerhaft stoppt, jedoch erhebliche Nachteile hat (Risiko von Entzündungen und Narben, schmerzhafte und langwierige Behandlung).

  • Können auch sehr helle Haare entfernt werden?

    Beste Voraussetzungen für die Laserepilation bietet die Kombination von heller Haut und dunklen Haaren.
    Mit dem Lumenis LightSheer® Duet™ können auch dunklere Hauttypen sehr gut behandelt werden, sofern auch die Haare ausreichend pigmentiert sind.
    Bei helleren Haaren stellen unsere Lasertherapeuten in einer Probesitzung fest, ob diese auf die Behandlung ansprechen. Weißblonde, graue oder rote Haare können nicht mit dem Laser entfernt werden, da ihnen das Pigment Melanin fehlt, das die Lichtenergie aufnimmt und in Wärme umwandelt.

  • Wie kann ich mich auf die Behandlung vorbereiten?

    Auf Sonnenbäder, Solarium und Selbstbräuner sollten Sie 3 bis 4 Wochen vor der Behandlung verzichten, da sich helle Haut am besten behandeln lässt.
    Die Haare dürfen 2 bis 3 Wochen vorher nicht epiliert (kein Wachs, kein Zupfen oder Elektroepilierer), außerdem nicht gebleicht oder mit Cremes entfernt werden. 1 bis 2 Tage vor der Laserepilation sollten Sie nicht schwimmen gehen, da die Haut durch Chlor unnötig gereizt wird. Manche Arzneien enthalten Wirkstoffe, die die Haut lichtempfindlich machen, z. B. Präparate mit Johanniskraut.
    Daher wird im Vorgespräch auch nach eingenommenen Medikamenten gefragt.
    Am Vortag der Behandlung empfiehlt es sich, die Haare zu rasieren. Die entsprechenden Hautflächen müssen gereinigt und frei von Make-up sein.

  • Was muss ich nach der Laserepilation beachten?

    Noch in der Praxis wird die Haut gekühlt und mit einem beruhigenden Gel versorgt. Duschen ist sofort erlaubt, auf Vollbäder und Schwimmbadbesuche sollte für ca. 1 Woche verzichtet werden, ebenso auf Sport.
    Das Solarium ist für 2 bis 4 Wochen tabu. Lässt sich direkte Sonneneinstrahlung auf die behandelten Hautbereiche nicht vermeiden, tragen Sie bitte einen UV-Schutz mit hohem Lichtschutzfaktor auf.
    Unterstützen Sie den Regenerationsprozess Ihrer Haut, indem Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen: Täglich mindestens eineinhalb Liter ungesüßte, koffein- und alkoholfreie Getränke stabilisieren den natürlichen Säureschutzmantel der Haut – natürlich auch dann, wenn keine dauerhafte Haarentfernung geplant ist!

Dr. Huber-Vorländer beantwortet Ihnen die häufigsten Fragen zur dauerhaften Haarentfernung

Spezialisierung Fettabsaugung - Dr. Huber-Vorländer

Dr. Huber-Vorländer
Leitender Arzt ästhetische Medizin & Laserspezialist.